Veganuary - so einfach gehts

Veganuary - so kommst Du easy durch deinen veganen Januar

Veganuary - so gehts

Junge Junge, das ging wieder fix am Ende des Jahres. Erst ist Mitte November, dann gefühlt 2 Tage später Heiligabend und ZACK befinden wir uns bereits im Januar! Und Du weißt ja, der Januar ist in der veganen Community ein ganz besonderer Monat: Genau dann findet der alljährliche Veganuary statt und Hunderttausende Menschen rund um den Erdball haben Lust, die vegane Lebensart auszuprobieren. Großartig, oder?

Hier und heute möchte ich dir daher sowohl den Veganuary und seine Entstehung zeigen, als auch nochmals auf einige Tipps, Tricks und Rezepte verweisen, die dir den Einstieg in dein veganes Leben erleichtern. 

Lets go! 🙂

Das erwartet dich

Was ist Veganuary?

Veganuary ist eine gemeinnützige Organisation, die es sich zum Ziel gemacht hat, Menschen weiltweit zu ermutigen, sich im Januar und darüber hinaus vegan zu ernähren. Eine großartige Sache also!

Im Januar 2021 haben sich fast 600 000 Menschen für den Veganuary angemeldet. Und das sind „nur“ die, die am offiziellen Programm teilnehmen. Die „Dunkelziffer“ dürfte hier nochmal höher sein, denn immerhin kennt den Veganuary gar nicht jeder.

Was ist das Ziel von Veganuary?

Veganuary glaubt fest daran, dass eine vegane Ernährung der effektivste Weg ist, um Tierleid zu vermeiden, die Umwelt zu schützen, die Klimakrise noch rechtzeitig abzuwehren und Millionen Menschen zu einer gesunden Ernährung zu verhelfen. 

Verringerung & Vermeidung von Tierleid

Für den Großteil der vegan lebenden Menschen ist tatsächlich das Tierleid bzw. dessen Vermeidung der Hauptantreiber für den Veganismus.

Weder müssen Tiere für die Fleischproduktion sterben, noch Kühe, Hühner und andere Tierarten bei der Produktion von Lebensmitteln wie Milch und Eiern unvorstellbare Qualen erleiden. 

Umweltschutz - Vegan gegen die Klimakrise

Vegan zu leben schont die Umwelt. Glaubst Du nicht? 

Wer vegan lebt, verbraucht tatsächlich wesentlich weniger Ressourcen. Denn für Tierprodukte wie Milch, Eier und Fleisch müssen Unmengen an Futtermitteln angebaut werden.

Diese Futtermittel wiederum werden von den Tieren gefressen und verstoffwechselt, so dass unter anderem Wärme und Gülle entstehen – ganz zu schweigen von den extrem klimaschädlichen Gasen, die bei der Verdauung entstehen. 

Je nachdem, welches tierische Produkt man konsumiert, gelangen nur 5-20% der eingesetzten Futterkalorien im fertigen Produkt. So werden für 1 kg Rindfleisch z.B. ganze 15 kg Getreide benötigt.

Insgesamt vebrauchen wir so auf Dauer mehr als nachwächst und bereits heute haben wir eine kritische Marke erreicht, was die Abholzung von lebenswichtigen Regenwäldern angeht – nur um Flächen für Ackerbau (Futtermittel!) und die Viehzucht zu erhalten.

Du willst es noch genauer wissen? Dann schau mal bei Vegpool und deren entsprechendem Artikel „Warum Veganismus die Umwelt schützt“ vorbei.

Gesunde Ernährung für jeden

Eine vollwertige vegane Ernährung ist nachweislich gut für deine Gesundheit. Nicht nur, dass die geballte Pflanzenpower unfassbar viele Vorteile für deinen Organismus mit sich bringt. 

Allein die reine Vermeidung von tierischen Produkten sorgt bereits für eine massive Senkung des Risikos auf Herz- & Kreislauferkrankungen. Auch das ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vorkommende „schlechte“ LDL-Cholesterin nimmst Du so nicht über deine Ernährung auf. 

Vegan gegen den Welthunger

Besonders wenn es um die Ernährung der Menschen geht, sollte nicht nur die Gesundheit im Fokus stehen. Auch die Tatsache, dass viel weniger Menschen weltweit Hunger leiden müss(t)en, wenn nicht so viel Fläche für Viehzucht und Milchindustrie verwendet werden würde, ist ein wichtiger Faktor (siehe auch letzter Abschnitt bei „Umweltschutz“). 

Mein Buchtipp

Unabhängig vom Veganuary und seinen Zielen möchte ich dir an dieser Stelle das Buch „Vegan Klische ade“ von Niko Rittenau empfehlen. Hier werden alle oben genannten Punkte (und noch viel mehr!) sehr genau erläutert. Ich hätte mir gewünscht, dass es dieses Buch bereits gegeben hätte, als ich vegan geworden bin – so hätte ich mir besonders in der Anfangszeit viele Diskussionen erspart. 🙂

Franziska aka Allgäukind

Hey, ich bin Franzi!

Mein Motto lautet: Das Leben ist zu kurz, um schlecht zu essen.

Ich liebe Essen – darum muss es immer lecker sein! Genauso sehr liebe ich es, wenn dieses Essen einfach zuzubereiten ist und bestenfalls auch noch schnell.  Also am liebsten easy peasy und mit Spaß in den Alltag integrierbar. 

Meine liebsten und bewährtesten Rezepte teile ich hier mit dir und und freue mich, wenn diese auch dich in deinem Alltag unterstützen – ganz einfach & mit Genuss! 

Herzliche Grüße, Franzi

Ich wurde bei der Fachfernschule ecodemy ausgebildet!

Der Veganuary 2021 in Zahlen

Um eine ungefähre Vorstellung davon zu erhalten, was genau der Veganuary im vergangenen Jahr erreicht hat, möchte ich hier ein paar Zahlen nennen (Quelle: Veganuary):

  • Über 580 000 Teilnehmer in 2021
  • Menschen aus 209 Ländern und Territorien weltweit haben 2021 am Veganuary teilgenommen
  • Mehr als 825 neue vegane Produkte und Menüs wurden 2021 zum Veganuary auf den Markt gebracht
  • 98 % der Teilnehmer würden Veganuary weiterempfehlen
  • Mehr als 1500 mal wurde der Veganuary in Medienberichten erwähnt

 

Der Veganuary in Zahlen

Meine Tipps für deinen Veganstart

Jetzt, da Du die groben Eckpunkte zum Veganuary kennengelernt hast, kommen wir zum „Eingemachten“ – wie man am einfachsten und umkompliziertesten den Sprung in sein veganes Leben schafft. Glaube mir, es ist noch viel einfacher, als Du vielleicht angenommen hast. Dann fangen wir mal an!

Wie werde ich vegan?

Ganz klar: Am einfachsten fängt man an, indem man „einfach“ sämtliche tierischen Produkte weglässt, die man bisher konsumiert hat. Aber Du denkst es dir sicher bereits: Da gibt es den ein oder anderen Stolperstein, auf den man sich einstellen sollte. Ganz einfach deshalb, weil man leichter am Ball bleibt, wenn man gegen unvorhergesehene (und auch vorhersehbare) Hürden oder Argumente gewappnet ist. 

Hier empfehle ich dir von Herzen meinen Beitrag „Wie werde ich vegan?“, indem ich die wichtigsten Punkte mit dir durchgehe und wie Du darauf eingehen bzw. damit umgehen kannst.

Leckere vegane Ersatzprodukte

Beim Einkaufen ist es dir sicher schon aufgefallen: Es gibt heute eine große Anzahl an veganen Fleischersatzprodukten und auch wirklich leckere Alternativen zu Milch und Co. Das ist großartig und viele davon sind auch wirklich sehr lecker – jedoch leider nicht alle.

Damit Du dir großes Herumprobieren ersparen und direkt mit den besten und leckersten veganen Ersatzprodukten losstarten kannst, empfehle ich dir hierzu meine gesammelten Beiträge zu den einzelnen Alternativproduktgruppen. Ich verspreche dir, hier wirst Du einige Leckereien finden, die dir den Einstieg bzw. Umstieg in die vegane Ernährung sehr erleichtern. Besonders anfangs hängt man noch sehr an gewohnten Gerichten und die Gemüseküche mit all ihren kreativen Möglichkeiten (z.B. ultraleckere vegane Jakobsmuscheln aus Kräuterseitlingen – unbedingt ausprobieren!) ist noch etwas ungewohnt. 

Welches pflanzliche Hack besonders gut für deine vegane Bolognese geeignet ist und mit welcher Butter Du dein knuspriges Brot am besten veredelst: Hier findest Du die passenden pflanzlichen Alternativen!

Veganer Käse, Joghurt, Fleisch & Fisch

Vegane Butter

Eigentlich hast Du es explizit auf vegane Butter abgesehen? Dann empfehle ich dir hier meinen meistgelesenen Artikel: Die beste vegane Butter und weitere Alternativen!

Dein veganes Survival-Kit

Da bist Du nun, mitten in deinem geplanten Veganuary und hochmotiviert! In deiner Motivation und Freude an dem ganzen Neuen rechnest Du nicht unbedingt damit, dass es anderswo nicht ganz so einfach ist vegan zu leben. In deinen eigenen vier Wänden bzw. dort wo Du lebst hast Du dich bereits hervorragend in der Küche eingerichtet und es ist inzwischen ein Leichtes für dich, leckere vegane Mahlzeiten zuzubereiten. Wunderbar!

Es wird jedoch der Tag kommen, an dem Du mal über ein Wochenende wegfährst (z.B. zu deiner Familie oder nicht veganen Freunden) und dann merkst Du es plötzlich: Hefeflocken, Sojasauce und Co – eben alles, was für dich in der Küche bereits selbstverständlich ist – gehören woanders nicht unbedingt zur Standardausrüstung. 

Damit Du nun nicht 2-3 Tage lang von trockenem Brot und Nudeln oder Pommes vom nächsten Imbiss überleben musst, empfehle ich dir mein veganes Survival-Kit

Ich hatte die Idee, nachdem ich ein Jahr lang alle paar Wochen jedes Mal bei Anreise bei meiner Familie abends noch schnell abgehetzt in den Supermarkt gerannt bin, um mir ein paar Sachen zu Futtern zu besorgen. Hiermit geht es definitiv einfacher und komfortabler – Ehrenwort!

Vegan backen - so gehts

Du hast die ersten Wochen vegan gelebt, dir geht es supergut und auch „Hindernisse“ wie Familie, Lunches bei der Arbeit und Fragen zu deinem Nährstoffhaushalt hast Du erfolgreich bestritten. Hervorragend!

Jetzt ist es an der Zeit, dich zu belohnen, mit etwas Selbstgebackenem! Denn ganz ehrlich: Klar kann man vegane Kuchen und Kekse kaufen, es geht immerhin nichts über Selbstgebackenes. Und evtl bist Du inzwischen auch mutig genug, das Spritzgebäck von Oma, welches Du immer besonders gerne gegessen hast, selbst zu veganisieren

Dann schau doch mal in meiner Anleitung vorbei, wie einfach Du herkömmliche Zutaten wie Butter, Eier und Co Du austauschen kannst, um deinen Lieblingskuchen nachzubacken. Ist nämlich ganz einfach, ich verspreches es dir. 

Bestens gerüstet für deinen Veganuary

Ich wette, jetzt fühlst Du dich bestens gerüstet für dein veganes Abenteuer im Januar! Ich wünsche dir in jedem Fall ganz viel Freude beim Umsetzen und Entdecken all der neuen Möglichkeiten, die man vorher gar nicht auf dem Schirm hatte. 

Ich wünsche dir einen großartigen Veganuary mit viel leckerem Essen und noch mehr Spaß an der Sache! Bis ganz bald hoffentlich – ich freue mich in jedem Fall, dich hier wiederzusehen!

Veganuary - so einfach gehts tatsächlich