Vegane Eisenquellen
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Vegane Eisenquellen - so deckst Du deinen Eisenbedarf

Heute sprechen wir über ein Thema, das vielen Menschen am Herzen liegt: die vegane Eisenversorgung. Als langjährige Veganerin habe auch ich viel ausprobiert, die besten Möglichkeiten zu finden, um meinen Körper mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Eisen spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn es ist essentiell für unsere Gesundheit!

Wenn jemand erfährt, dass ich vegan lebe, werde ich oft gefragt: „Bekommst du dabei auch genug Eisen?“ Diese oft sorgvoll klingende Frage ist in der Regel unbegründet, solange man sich vollwertig vegan ernährt – und das ist gar nicht schwierig, versprochen. Aus diesem Grund geht es hier und heute um vegane Eisenquellen, wie man die Aufnahme von Eisen im Körper verbessern kann und noch einiges mehr.

Bereit, alles über Eisen zu erfahren, das bei veganer Ernährung wichtig ist? Dann mal los!

Inhaltsverzeichnis

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Eisen - Deshalb ist es so wichtig für uns

Eisen spielt eine entscheidende Rolle in unserem Stoffwechsel und ist ein unverzichtbares Mineral für unseren Körper. Es ist vor allem für den Transport von Sauerstoff im Blut verantwortlich. Dabei dient es als Schlüsselelement von Hämoglobin, dem Protein in den roten Blutkörperchen, das den Sauerstoff von der Lunge zu den verschiedenen Geweben und Organen transportiert.

Ein ausreichender Eisenspiegel ist daher wichtig, damit alle Zellen und Organe ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Eisen ist außerdem an der Bildung von Enzymen beteiligt, die eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen unterstützen, einschließlich des Energiestoffwechsels und der DNA-Synthese.

Darüber hinaus spielt Eisen eine wichtige Rolle im Immunsystem, da es für die Produktion und Funktion von Immunzellen von entscheidender Bedeutung ist. Es stärkt unsere Abwehrkräfte und unterstützt die Immunantwort* des Körpers.

Funktionen von Eisen
Franziska aka Allgäukind

Hey, ich bin Franzi!

Mein Motto lautet: Das Leben ist zu kurz, um schlecht zu essen.

Essen muss aber nicht nur lecker sein! Eine einfache und schnelle Zubereitung sind im Alltag genauso wichtig. Genau solche Rezepte – und noch viel mehr – findest Du hier. Viel Spaß!

Herzliche Grüße, Franzi

Ich wurde bei der Fachfernschule ecodemy ausgebildet!

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Wie bekommt man als Veganer Eisen?

Als Veganer hast Du viele pflanzliche Quellen, aus denen du dein Eisen beziehen kannst. Auf diese gehen wir im folgenden Abschnitt genauer ein. Hier möchte ich dir zuerst einmal noch kurz den Unterschied der beiden „Eisenarten“ erläutern, die wir als Mensch über die Nahrung aufnehmen und auf was wir dabei als pflanzlich lebende Personen achten müssen, um an genügend Eisen zu kommen.

Hämeisen und Nicht-Hämeisen sind zwei Formen von Eisen, die in Lebensmitteln vorkommen. Der Unterschied liegt in ihrer chemischen Struktur und ihrer Verfügbarkeit für den Körper.

  • Hämeisen kommt ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vor, insbesondere in Fleisch, Geflügel und Fisch. Es wird leichter vom Körper aufgenommen und genutzt.
  • Nicht-Hämeisen findet sich in pflanzlichen Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten, Vollkorngetreide, Nüssen und grünem Blattgemüse. Es wird etwas schlechter absorbiert als Hämeisen. Aus diesem Grund müssen wir als Veganer etwas mehr Eisen zu uns nehmen als Allesesser, um die geringere Absorption zu kompensieren. 

Es ist wichtig zu wissen, dass durch die geringere Bioverfügbarkeit von Nicht-Hämeisen, eine gut geplante und eisenreiche Ernährung wichtig ist, um eine ausreichende Eisenzufuhr sicherzustellen.

Das klingt aber komplizierter als es ist, vertrau mir. 🙂 Du findest am Ende des Artikels außerdem gleich auch noch ein paar Rezepte, die dir bei der Deckung deines Eisenbedarfs behilflich sein können.

Die besten veganen Eisenquellen 

Folgende eisenhaltige Lebensmittel bzw. Lebensmittelgruppen helfen dir, deinen Eisenbedarf als Veganer/in ausreichend zu decken:

  1. Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen, schwarze Bohnen und andere Hülsenfrüchte sind reich an Eisen. Sie eignen sich hervorragend als Basis für herzhafte Gerichte wie Eintöpfe, Currys und Salate.

  2. Dunkelgrünes Blattgemüse: Spinat, Grünkohl, Mangold und Rucola sind gute Eisenquellen. Du kannst sie roh in Salaten verwenden oder zu Smoothies, Suppen oder Pfannengerichten hinzufügen.

  3. Nüsse und Samen: Mandeln, Cashewnüsse, Kürbiskerne und Sesam sind reich an Eisen. Genieße sie als Snack oder füge sie zu Müslis und Joghurt  oder Salaten hinzu.

  4. Vollkorngetreide und Pseudogetreide: Haferflocken, Quinoa, Hirse und Amaranth sind nicht nur reich an Ballaststoffen, sondern auch gute Eisenquellen. Verwende sie als Basis für nahrhafte Frühstücksschalen oder Beilagen zu Hauptgerichten.

  5. Trockenfrüchte: Rosinen, getrocknete Aprikosen, Datteln und Feigen sind getrocknete Früchte, die einen hohen Eisengehalt aufweisen. Sie sind perfekt als Snack, können aber auch in Müslis oder Salaten verwendet werden.

  6. Sojaprodukte: Tofu, Tempeh und Sojamilch sind eisenreiche Alternativen zu tierischen Produkten. Sie sind vielseitig in der Küche einsetzbar und bieten eine gute Proteinzufuhr.

  7. Dunkle Schokolade: Ja, du hast richtig gelesen! Dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil enthält nicht nur Antioxidantien, sondern auch Eisen. Genieße sie als gelegentlichen Genuss.

25 vegane Eisenquellen
Beispielhafte vegane Eisenquellen

Die 12 Eisen-Superstars unter den pflanzlichen Lebensmitteln

Hier findest Du die Highperformer, in denen richtig viel Eisen steckt. Keine Sorge, wenn nichts oder wenig davon deinen Geschmack trifft: Die zuvor genannten Lebensmittelgruppen sind in jedem Fall ebenfalls hervorragend und dort findest in jedem Fall auch Du eine für dich passende Eisenquelle. 

  1. Weizenkleie (16 mg/ pro 100 Gramm)
  2. Sojabohnen (15,7 mg/100g)
  3. Kürbiskerne (ca. 12 mg/100 g)
  4. Sesam (10 mg/100 g)
  5. Pinienkerne (ca. 9 mg/100 g)
  6. Hülsenfrüchte (ca. 3-8 mg/100 g – je nach Sorte)
  7. Leinsamen (ca. 8 mg/100 g)
  8. Quinoa (ca. 4,6 mg/100 g)
  9. Amaranth (7,6 mg/100 g)
  10. Hirse (7mg/100g)
  11. Pistazien (ca. 7 mg/100 g)
  12. Sonnenblumenkerne (6 mg/100 g)

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Lade dir am besten mein Poster mit veganen Eisenlieferanten herunter und hänge es dir irgendwo in der Küche auf – so hast du immer direkt im Blick, wie Du deine Mahlzeiten eisenreich kombinieren kannst. 

Haben Vegetarier und Veganer automatisch einen Eisenmangel?

Nein, natürlich nicht. Wer sich gesund und vollwertig ernährt, kann auch als Veganer seinen Eisenbedarf gut decken. Die Betonung liegt jedoch auf gesund und vollwertig. Fertigprodukte sollten nicht täglich auf deinem Speiseplan stehen. 🙂 (Beachte außerdem meine Tipps zur besseren Aufnahme von Eisen und welche Lebensmittel die Eisenaufnahme hemmen können.)

Außerdem ist ein regelmäßiger Check (ca. 1 mal im Jahr) der Eisenwerte durch einen Arzt sinnvoll – das sollten jedoch nicht nur Veganer und Vegetarier tun, sondern auch Mischköstler. Eisenmangel ist der weltweit häufigste Nährstoffmangel, der etwa 1-2 Milliarden Menschen betrifft. Du siehst also: kein rein veganes Problem. 

 

Folgende Umstände können einen Eisenmangel begünstigen:

  • Schwangerschaft: Während der Schwangerschaft steigt der Eisenbedarf aufgrund der erhöhten Blutmenge im Körper der werdenden Mutter. Wenn die Eisenzufuhr nicht ausreichend ist, kann dies zu einem Mangel führen.
  • Regelblutung: Der Blutverlust während der Menstruation kann zu einem Eisenverlust führen, der durch eine ausreichende Eisenzufuhr ausgeglichen werden sollte.

  • Blutverlust: Chronischer oder wiederholter Blutverlust durch Erkrankungen wie Magen-Darm-Blutungen, Hämorrhoiden, Geschwüre oder durch bestimmte medizinische Verfahren kann zu einem erhöhten Eisenverlust und damit zu einem Mangel führen.

  • Bestimmte gastrointestinale Erkrankungen: Zöliakie, Morbus Crohn oder Magen-Darm-Resektion können beispielsweise die Eisenabsorption beeinträchtigen und zu einem Mangel führen.

  • Ausdauertraining: Bei intensivem Training und körperlicher Aktivität kann der Eisenverlust über den Schweiß erhöht sein. Das kann besonders bei Ausdauersportlern und Athleten zu einem Risiko für einen Eisenmangel führen.

  • Chronische Krankheiten: Niereninsuffizienz, Krebs oder entzündliche Darmerkrankungen beispielsweise, können den Eisenstoffwechsel beeinflussen und zu einem Mangel führen.

  • Fleischarme/-freie Ernährung: Da Fleisch am meisten Eisen liefert, ist es hier besonders einfach, seinen Bedarf zu decken. Bei Verzicht auf Fleisch und Fisch muss man sein Augenmerk auf eisenhaltige pflanzliche Lebensmittel legen.

Symptome eines Eisenmangels

Wichtig: Alle folgenden Symptome können auch Anzeichen für Erkrankungen etc. sein. Diagnostiziere dir daher niemals selbst einen Eisenmangel, sondern lass bitte immer einen Bluttest durch einen Arzt vornehmen, wenn Du den Verdacht hast, an einem Mangel zu leiden!

  • Müdigkeit und allgemeine Schwäche
  • Blasse Haut, insbesondere der Schleimhäute
  • Kurzatmigkeit und erhöhte Atemfrequenz
  • Schwindel und Konzentrationsstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Haarausfall und spröde Nägel
  • Brüchige oder rissige Lippen
  • Herzklopfen oder unregelmäßiger Herzschlag
  • Schlechtere Immunabwehr und Anfälligkeit für Infektionen
  • Appetitlosigkeit und Geschmacksstörungen
  • Eisengeschmack im Mund
  • Restless-Legs-Syndrom (unruhige Beine)

Wenn Du mehrere der genannten Symptome bei dir feststellst, lohnt es sich in jedem Fall, einen Blutcheck vornehmen zu lassen. 

Wie viel Eisen braucht man pro Tag?

Frauen und Männer haben einen unterschiedlichen Eisenbedarf, der von Frauen ist dabei höher. Da pflanzliches Nicht-Hämeisen wie bereits gesagt etwas schwerer absorbiert wird, sollte man als vegan lebende Person etwas mehr Eisen zu sich nehmen, als es für Mischköstler empfohlen wird.

So viel Eisen solltest Du als Veganer/in (oder auch Vegetarier/in) pro Tag zu dir nehmen:

Frauen

(ab dem Alter von 19 Jahren):

27 mg Eisen pro Tag 

Ab 51 und älter, können Frauen die gleiche Menge an Eisen zu sich nehmen wie Männer, da dann normalerweise kein erhöhter Verlust mehr über die Menstruation erfolgt. 

Männer

(ab dem Alter von 19 Jahren):

18 mg Eisen pro Tag 

Wie lasse ich meinen Eisenspiegel bestimmen?

Nun habe ich gerade geschrieben, dass ein jährlicher Check deiner Eisenwerte sinnvoll ist. Leider gehört Eisen nicht zum „großen Blutbild“, das man beim Arzt von der Krankenkasse bezahlt bekommt. Allerdings sind die +/- 30 € (je nach Labor) gut investiert, um seine Gesundheit im Auge zu behalten und gegebenenfalls rechtzeitig reagieren zu können.

Gib in deiner Arztpraxis vor der Abnahme des Blutes Bescheid, dass Du auch dein Eisen checken lassen willst, damit die Arzthelferinnen wissen, wie viel Blut sie abnehmen müssen (je nachdem, was sonst noch gemessen wird).

Das solltest Du zur Vorbeugung eines Eisenmangels checken lassen:

Da der Eisenspiegel im Blutserum starken Schwankungen unterliegt, ist er nicht geeignet, um einen Eisenmangel zu diagnostizieren. Stattdessen sind Ferritin und Transferrinsättigung die beiden aussagekräftigsten Parameter, um den Eisenstatus zu beurteilen.

  • Ferritin ist ein Proteinkomplex, der Eisen im Körper speichert. Ein niedriger Ferritinwert zeigt frühzeitig an, dass ein Eisenmangel vorliegen könnte.
  • Transferrinsättigung bezieht sich auf den Prozentsatz des mit Eisen gesättigten Transferrins, einem Protein, das für den Eisenstoffwechsel im Blut verantwortlich ist. Eine niedrige Transferrinsättigung kann auf einen Eisenmangel hinweisen.

Was mache ich bei einem Eisenmangel?

Erst Mal: Tief durchatmen und keine Panik! 🙂

Wichtig zu beachten: Sollten bei dir niedrige Eisenwerte festgestellt werden, handelt es sich dabei nicht zwingend um einen Mangel, das gilt es zu unterscheiden!

Wenn dein Arzt dir tatsächlich einen Mangel attestiert, wird er dir in der Regel auch direkt ein Eisenpräparat verschreiben. Halte dich in jedem Fall an die Dosierung bzw. die Angaben, die dir dein Arzt dazu macht. In der Regel muss ein solches Medikament bzw. Eisenpräparat nicht dauerhaft genommen werden, sondern nur für einen bestimmten Zeitraum. 

Bitte deinen Arzt in einem solchen Fall in jedem Fall um ein magenschonendes Produkt, da hochdosiertes Eisen häufig den Magen belastet.

Nach 6-8 Wochen nach der Feststellung eines Mangels, und der darauffolgenden Eisensupplementierung, misst man die Eisenwerte im Blut erneut, um festzustellen, ob sich dein Eisenspeicher bereits wieder aufgefüllt hat.

Normalerweise ist dann alles in Ordnung und Du kannst mit dem Supplement aufhören. Danach gilt natürlich, weiterhin entsprechende eisenhaltige Lebensmittel in deinen Speiseplan einzubauen.

Sollte der Eisenspiegel nicht wie gewünscht merklich angestiegen sein, lohnt es sich, auch mal zu schauen, ob Du Unverträglichkeiten gegen bestimmte Lebensmittel hast. Dies kann nämlich dazu führen, dass das Eisen im Magen-Darm-Trakt nicht wie gewünscht resorbiert wird und es dadurch zu einer schlechten Aufnahmen kommt. Bleibt so etwas unentdeckt, können sämtliche Bemühungen einer gesunden Ernährung oder auch Supplementierung umsonst sein.

Entspann dich aber erst mal – in den allermeisten Fällen hast Du keinen Mangel und kannst mit eisenreichen Lebensmitteln und ein paar Tipps dein Eisenkonto wieder auffüllen. 

Eisen ist kein Spurenelement, das man einfach so supplementieren sollte! Genauso ungesund wie ein Eisenmangel, kann nämlich ein Eisenüberschuss sein!

So gefährlich kann ein Eisenüberschuss sein

Kleine Entwarnung zu Beginn: Es ist wichtig anzumerken, dass ein Eisenüberschuss normalerweise nicht durch eine normale Ernährung verursacht wird, sondern durch genetische Veranlagung, bestimmte Krankheiten oder unvorsichtige Supplementierung ins Blaue hinein (!).

Folgende Symptome können bei einem Überschuss an Eisen in deinem Körper sprechen – supplementiere daher bitte niemals ohne Absprache mit einem Arzt:

  • Organschäden: Ein Überschuss an Eisen kann sich in verschiedenen Organen ansammeln, insbesondere in der Leber, im Herzen und in der Bauchspeicheldrüse. Dies kann zu Schäden führen und die Funktion dieser Organe beeinträchtigen.

  • Gelenkschmerzen: Eisenablagerungen in den Gelenken können Entzündungen und Schmerzen verursachen, die mit Arthritis-Symptomen einhergehen.

  • Hautveränderungen: Eine bronzefarbene Verfärbung der Haut, insbesondere im Bereich der Handflächen, kann bei einer Eisenüberladung auftreten.

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit: Eisen kann oxidativen Stress verursachen, der zu einer erhöhten Erschöpfung führt.

  • Diabetes: Eine Eisenüberladung kann das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen.

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Ein erhöhter Eisenspiegel im Körper kann das Risiko für Herzinfarkte, Herzinsuffizienz und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

Wenn Du einen Eisenüberschuss vermutest, ist eine ärztliche Untersuchung und Behandlung erforderlich.

Supplemente zur veganen Eisenversorgung

Der Markt an Supplementen ist riesig und es gibt Unmengen an Produkten, die hier angeboten werden. Eine Empfehlung für bestimmte Eisenpräparate möchte ich an dieser Stelle nicht geben, da Eisen wie bereits gesagt vom Arzt verschrieben werden sollte – auch wenn man es frei zugänglich erwerben kann.

Supplementiere Eisen in jedem Fall nur dann ab ca. 15 mg (und höher) pro Tag, wenn Du vorher mit deinem Arzt gesprochen hast.

Tipps & Tricks für eine bessere Eisenaufnahme

Um die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln zu verbessern, empfiehlt es sich, diese zusammen mit Vitamin C zu verzehren. So kannst Du die Aufnahme durch deinen Körper in jedem Fall optimieren.

Kombiniere also eisenreiche Lebensmittel am besten mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln wie z.B. Zitrusfrüchte, Beeren, Paprika, Brokkoli oder Kiwi – alles sehr gute Quellen für Vitamin C.

Folgende Faktoren & Lebensmittel können die Eisenaufnahme fördern

Hier lohnt es sich auf jeden Fall den ein oder anderen Tipp in deine tägliche Ernährung einfließen zu lassen, sicher ist einer davon auch für dich einfach umsetzbar. 🙂

  • Vitamin C
  • Organische Säuren (Lebensmittel mit hohem Säuregehalt wie Zitrusfrüchte, Beeren, Ananas, Sauerkraut et.)
  • Schwefelhaltige Substanzen (Kreuzblütler wie Brokkoli und Kohl, Zwiebeln und Knoblauch, Hülsenfrüchte, Rote Bete etc.)
  • Das Einweichen und Keimen von Lebensmitteln (z.B. Hülsenfrüchte oder Sprossen)
  • Fermentieren
  • Erhitzen

An dieser Stelle möchte ich außerdem Phytinsäure bzw. Phytate erwähnen. Diese werden ebenfalls als Eisenhemmer genannte. Allerdings sind diese in sehr gesunden Lebensmitteln enthalten (die meist gleichzeitig auch viel Eisen enthalten). Die gesundheitlichen Vorteile dieser Stoffe überwiegen in der Regeln die Nachteile. 

Bei der Zubereitung mit phytathaltigen Lebensmitteln kann man bereits gut entgegenwirken: Einweichen, Keimen, Fermentieren oder Backen kann z.B. dazu beitragen, Phytate in Lebensmitteln abzubauen.  Alles Schritte, die Du beim Kochen im Normalfall ohnehin gehst (bzw. bei vorgegarten Hülsenfrüchten schon erledigt sind). 

Folgende Faktoren & Lebensmittel können die Eisenaufnahme erschweren

Neben Adipositas können auch manche Lebensmittel oder Supplemente die Eisenaufnahme hemmen. Folgende solltest Du daher bestenfalls spätestens 1 Stunde vor einer eisenreichen Mahlzeit zu dir zu nehmen und/oder frühestens wieder 2 Stunden nach einer entsprechenden Mahlzeit:

  • Koffein- oder tanninhaltige Getränke wie Kaffee, Schwarztee oder Rotwein (Achtung: auch manche Kräutertees können diese Stoffe enthalten)
  • Alkohol im Allgemeinen (wenn Du mal irgendwo beim Essengehen Wein zum Essen trinkst, ist das kein Weltuntergang – es geht hier um die täglichen Gewohnheiten!)
  • Weißmehlprodukte (die eh besser so gut es geht komplett vermeiden – Vollkorn ist einfach besser 🙂 )
  • Hochdosiertes Zink oder Kalzium
  • Bestimmte Medikamente (z.B. Protonenpumpenhemmer, Antazida, Probenezid oder Cholestyramin)

Du musst nicht alle Punkte dogmatisch beachten, Stress ist ja ebenfalls ungesund. Integriere einfach das ein oder andere schrittweise in deinen Alltag. 

Ebenfalls ein Eisenhemmer ist wie bereits erwähnt Adipositas. Neben vielen weiteren negativen Auswirkungen auf den Körper, lohnt es sich also auch wegen des Eisenhaushalts ein Auge auf ein moderates Gewicht zu haben (wir sprechen hier von Normalgewicht, nicht von Instagram-Modelmaßen!).

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FAQ - die häufigsten Fragen zur Eisen 

Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das für die Bildung von roten Blutkörperchen und den Sauerstofftransport im Körper verantwortlich ist. Es spielt auch eine Rolle im Energiestoffwechsel und der Immunfunktion.

Pflanzliche Quellen für Eisen sind zum Beispiel Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse, Nüsse und Samen, Vollkornprodukte sowie getrocknete Früchte. Eine abwechslungsreiche vegane Ernährung kann den Eisenbedarf gut decken.

Ja, bestimmte pflanzliche Lebensmittel enthalten Eisen, das vom Körper effizienter aufgenommen werden kann. Dazu zählen beispielsweise Hülsenfrüchte, dunkelgrünes Blattgemüse, Chiasamen und Sesamsamen.

Um die Aufnahme von Eisen zu optimieren, empfiehlt es sich, eisenreiche Lebensmittel zusammen mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln zu verzehren. Vitamin C hilft dem Körper, Eisen besser aufzunehmen. Zum Beispiel kann man Eisenhaltiges Gemüse mit Zitrusfrüchten kombinieren oder eine Prise Zitronensaft über eisenhaltige Speisen geben.

Einige Lebensmittel können die Aufnahme von Eisen hemmen, wie zum Beispiel Tee, Kaffee, schwarzer Pfeffer und bestimmte ballaststoffreiche Lebensmittel. Es ist ratsam, diese während der Mahlzeiten zu meiden oder zeitlich von eisenhaltigen Lebensmitteln zu trennen.

Die empfohlene Tagesdosis für Eisen beträgt für erwachsene Frauen 15 mg und für erwachsene Männer 10 mg. Veganerinnen sollten aufgrund der geringeren Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Quellen möglicherweise etwas mehr beachten, während Veganer mit einer ausgewogenen Ernährung ihren Bedarf gut decken können.

In der Regel ist es möglich, den Eisenbedarf allein durch eine ausgewogene vegane Ernährung zu decken. Bei Unsicherheit oder bei nachgewiesenem Eisenmangel kann es jedoch sinnvoll sein, mit einem Arzt oder Ernährungsberater zu sprechen und gegebenenfalls eine Nahrungsergänzung in Betracht zu ziehen.

Die Dauer, bis sich ein Eisenmangel verbessert, kann je nach individuellem Zustand und der Wirksamkeit der Ernährungsanpassungen variieren. Es ist wichtig, Geduld zu haben und regelmäßig den Eisenstatus überprüfen zu lassen.

Schwangere Veganerinnen sollten besonderes Augenmerk auf ihren Eisenbedarf legen, da sich dieser während der Schwangerschaft erhöht. Es kann ratsam sein, den Arzt oder die Hebamme zu konsultieren und gegebenenfalls eine gezielte Beratung zur Eisenversorgung in der Schwangerschaft in Anspruch zu nehmen.

Ja, ein Eisenmangel kann Symptome wie Müdigkeit, Schwäche, Konzentrationsschwierigkeiten, brüchige Nägel und blasse Haut verursachen. Bei Verdacht auf einen Eisenmangel sollte immer eine ärztliche Untersuchung erfolgen, um die genaue Ursache der Symptome festzustellen.

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